Wann ist ein Hund ein Listenhund? Ist der American Bully ein Listenhund?

Ein Listenhund ist ein Hund, dessen Rasse auf einer Rasseliste geführt wird. Soweit logisch, soweit klar. Immer wieder kommt es jedoch zu falschen Annahmen und gefährlichem Halbwissen diesbezüglich, wenn es um neue (Designer-)Rassen (insb. „American Bully“) oder sonstige „bullige“ Mischlinge, geht. Sehr viele Personen unterschätzen und missverstehen hierbei die gesetzlichen Regelungen, worunter viele Hunde zu leiden haben, da diese dann teils als „illegal gehaltener Listenhund“ beschlagnahmt und ins Tierheim verbracht werden.

Seit einiger Zeit beobachten wir mit Sorge, wie die Anzahl der illegal gezüchteten, gekauften sowie gehaltenen Listenhunde zunimmt. Die Tierheime sind voller beschlagnahmter Hunde … und es werden immer mehr. In Zeiten von ebay-Kleinanzeigen, Vermehrer, Hundehändler und Käufer, die offenbar blindlings Hunde aus dem Netz bestellen, ist leider auch zu erwarten, dass es so weiter geht … bis die Kacke so richtig am dampfen ist. Und wir von der IG Gegen Rasselisten e.V. fragen uns schon heute, was dann passiert. Denn die Rechtslage ist jetzt schon ganz schön krass …

Was die meisten nämlich nicht oder missverstehen ist die Tatsache, dass nicht bloß die auf den Rasselisten namentlich genannten Rassen Listenhunde sind! In den meisten Gesetzen und Verordnungen mit Rasselisten steht auch immer mit dabei, dass auch jede Kreuzung dieser Listenrassen untereinander oder mit anderen Hunden, oder Hunde des „Typs Pit Bull Terrier“, Listenhunde seien. Und das bedeutet im rechtlichen Jargon nur eines … die Rasselisten haben die rechtliche Qualität, einen Hund, der aussieht wie ein *Listenhund, *Kampfhund, *PitBull, *Staffordshire Terrier etc., auch zu einem Listenhund einzustufen.

Eigentlich ist das auch relativ klar und logisch, wenn man sich zurückbesinnt, WOZU die Rasselisten dienen…

Die Zielsetzung dieser Gesetze und Verordnungen ist traurig, ignorant, unsachlich, aber glasklar:

Kampfhunde, bzw. Hunde bestimmter Rassen sowie Hunde mit einer bestimmten Optik, die der Politik besonders gefährlich erscheinen, sollen mittels der Rasselisten ausgerottet werden. Sie sollten in Deutschland langfristig schlicht nicht mehr existieren. Deswegen Einfuhr-, Zucht- und Handelsverbote. Deswegen Verbot der Haltung, die nur unter eng gestrickten Voraussetzungen amtlich erlaubt wird.

Das war und ist bis heute das große politische Ziel, welches sich hinter den Gesetzen mit Rasselisten verbirgt. Das sind die Fakten.

Bei der Frage, wann ein Hund in Deutschland als Listenhund(kreuzung) gilt, sollte man sich diese Zielsetzung immer wieder bewusst machen, denn sie hilft im Zweifel zu erkennen, wohin die Reise gehen kann, wenn man einen Hund mit bestimmter Optik sein Eigen nennt. Denn wenn die Ausrottung „sämtlicher Kampfhunde“ die Zielsetzung ist, macht es aus Sicht des Gesetzgebers eigentlich keinen Sinn, den einen Hund mit Optik X als Staff-Mix zu beschlagnahmen, und den anderen Hund mit Optik X als „Nicht-Listenhund“ laufen zu lassen. Es sollen ja alle sog. Kampfhunde/gefährlichen Hunde ausgerottet werden.

Zugegeben, die Denke der Politik offenbart ziemlichen Irrsinn & Inkompetenz in Sachen Hundewesen. Die Rassen der Rasselisten, also die Hunde, die ausgerottet werden sollen, variieren von Bundesland zu Bundesland. Allen Listen ist jedoch gemeinsam, dass die Rassen American Pitbull Terrier & American Staffordshire Terrier auf jeden Fall auftauchen und somit über jedem Hund, der optisch nach Pit/Staff-Mix ausschaut, das Risiko schwebt, als Listenhund eingestuft zu werden.

Aber wie wird amtlich festgestellt, ob ein Hund ein Listenhund ist?

Hier wird es spannend. Denn die Frage steht im Raum, wie der Staat Hunde als Listenhunde enttarnen möchte, wo es derzeit kein wissenschaftlich einwandfreies Verfahren dazu gibt, die Rassemischung eines Hundes zweifelsfrei zu bestimmen. Dazu kommt, dass es anerkannte Rassen mit entsprechendem Rassestandard gibt (in Deutschland FCI/VDH), es gibt nicht anerkannte Rassen, aber auch sog. Hybrid- und Designerrassen und sogar Fantasierassen, also Hunde, die als eine Rasse verkauft werden, die schlicht von irgendeinem Vermehrer/Hundehändler ausgedacht ist.

Nun denn … der Staat hat darauf eine Antwort:

1. Gen-Tests werden in der Regel nicht anerkannt, da diese noch nicht als wissenschaftlich einwandfreie Methode zur Rassebestimmung gelten.

2. Etwaige „Papiere“, hierzu gehören Stammbäume & Ahnentafeln von Zuchtvereinen, werden in der Regel anerkannt, aber auch grds. nur vom VDH/FCI – also anerkannten Rassen. Das sind die Verbände, die für Deutschland maßgeblich sind. Heißt weiter: Papiere von sonstigen Zuchtvereinen bzw. von nicht FCI/VDH-anerkannten Rassen können, müssen aber nicht anerkannt werden. Ganz im Gegenteil gelten amtlich sämtliche nicht anerkannten Rassen grundsätzlich in Deutschland als Mischlinge!!!

3. EU-Heimtierausweise sind bloße Impfpässe, die keine Aussagekraft bzgl. Rasse besitzen! Sie sind also so viel wert wie dein Einkaufszettel von letzter Woche.

4. AMTLICH GILT ZUR FESTSTELLUNG DER RASSEBETEILIGUNG DIE PHÄNOTYPBESTIMMUNG!!! Hat man also eine „nicht FCI/VDH anerkannte Rasse“, hat man einen Mischling, der nach seinem Phänotyp beurteilt wird!

Das bedeutet im Listenhund-Rasselisten-Kontext, dass eine Amtsperson, in der Regel der zuständige Amtsveterinär (in manchen Bundesländern werden auch sonstige Rassegutachter zugelassen) eine Beurteilung über einen Hund abgibt und hierbei nach dem Erscheinungsbild (Optik), dem Wesen/Verhalten und sonstigen Merkmalen (z.B. Gangbild) abgleicht, inwiefern der Hund eindeutige (signifikante) Rassemerkmale einer gelisteten Rasse aufweist.

Das heißt auf Deutsch: Ist der Amtsveterninär/Gutachter der Meinung, der Hund X sieht verdammt nach z.B. American Staffordshire Terrier aus, dann wird er den Hund X als Listenhund einstufen. Scheißegal, was der Hund für Papiere hat und was er angeblich für eine Rasse ist.

Erinnert euch, das macht nach der Denke der Poltik Sinn, denn das ist das Ziel der Rasselisten! „Kampfhunde müssen weg!“

Was fällt auf? Gerät man in den Fokus, dann hängt es im Grunde von der Meinung, also Vermutungsäußerung, EINER Person ab, ob ein Hund als Listenhund gilt oder nicht. Eine Rechtssicherheit existiert hier nicht. Denn wer meint, es gäbe amtliche Regelungen, die definieren, wann Rassemerkmale signifikant sind, also eindeutig hervortreten, und wann nicht, und wie mit Rassen umgegangen wird, die eben keinen Rassestandard haben, der irrt. Gibt es nicht. Jeder Gutachter/Amtsveterinär, ob er nun spezielle Kenntnisse über die Bullrassen hat, oder nicht, wird nach seinem Ermessen urteilen, was eindeutig/signifikant ist. Im Zweifel muss man sich durchklagen, wenn die Beurteilung zum Listenhund tendiert.

Theoretisch wäre also folgende Situation denkbar, die leider so auch oft genug in der Realität passiert:

Man hat sich einen „Boxer-Mix“ bei ebay Kleinanzeigen gekauft und auch einen schicken EU-Heimtierpass mit der Angabe „Boxer-Mix“ vom Verkäufer bekommen. Fröhlich geht man mit seinem Hund spazieren und meint, alles wäre gut, denn schließlich hat auch die Hundesteueranmeldung geklappt. Die Herrschaften von der Steuerstelle haben nicht gemeckert und man meint, dass dadurch der Hund amtlich ordentlich registriert ist. Da kommt der Nachbar Müller daher und meint, dass das doch bestimmt ein Kampfhund sei. Nachbar Müller zeigt einen beim Ordnungsamt an. Das Ordnungsamt ist auch der Meinung von Nachbar Müller und vermutet, dass es sich bei dem Boxer-Mix um einen Kampfhund handeln könnte. Man argumentiert, dass der Hund doch ordentlich beim Amt gemeldet wurde, aber das ist für das Ordnungsamt nicht maßgeblich. Der Amtsveterinär wird gebeten, eine Phänotypbestimmung durchzuführen und ja, auch der Amtsveterinär meint, dass der Boxer-Mix eine Kreuzung aus Boxer und Staffordshire Terrier ist. Das sieht er an dem typischen „Bollerkopf“ des Hundes. Auch von der sonstigen Optik des Hundes, vom Körperbau und Gangbild, kann man darauf schließen, dass da durchaus ein Staff mitgemischt haben könnte. Der Hund wird also amtlich als Staff-Mix eingestuft und sichergestellt, denn schließlich hat man ihn privat gekauft, hat keine Halteerlaubnis vom Amt und wird diese auch nicht mehr nachträglich bekommen. Denn in den meisten Bundesländern gilt: Wer sich illegal einen Listenhund angeschafft hat, hat die erforderliche Zuverlässigkeit für eine Halteerlaubnis verspielt. Zudem gilt in vielen Bundesländern, dass man nur dann eine Halteerlaubnis bekommt, wenn man den Hund aus dem Tierschutz hat. Heißt: Ein Einkauf bei ebay oder der Kauf beim Züchter kann dort niemals zu einer legalen Haltung führen. Abgesehen davon wollte der Gesetzgeber auch nicht, dass man nachträglich die Möglichkeit bekommt, die Auflagen zu erfüllen, weil, dann würden ja alle erst mal probieren, am Gesetz vorbei zu halten und wenn sie auffliegen, würden sie dann die Auflagen erfüllen. Nö, so läufts nicht. Das widerspricht ja wieder der Zielsetzung der Rasselisten … Klar soweit?

Soviel also zur theoretischen Rechtslage. Die ist fix. In Stein (Gesetze) gemeißelt. Seit fast 20 Jahren. In Bayern seit fast 30 Jahren. Die Praxis sieht allerdings anders aus. Wir beobachten mit Sorge und empfinden es als sehr befremdlich, dass:

  • es Ordnungsämter/Veterinärämter gibt, die die Landeshundegesetze und Verordnungen so vollziehen, wie es vom Gesetzgeber auch gedacht ist, also aufmerksam sind, Hunde beschlagnahmen, einstufen und straight versuchen, ihre Stadt „Kampfhundefrei“ zu bekommen.
  • es Ordnungsämter/Veterinärämter gibt, die keine Ahnung von den Landeshundegesetzen und Verordnungen haben, die wegschauen, untätig sind und entgegen der Rechtslage agieren, weil sie selbst gegen Rasselisten sind. Da wird dann auch schon mal ein Staff-Mix als Nicht-Listi deklariert, um dem Hund das Tierheim zu ersparen.
  • es Tierschutzvereine gibt, die ebenfalls keine Ahnung von der Rechtslage haben und Hunde, die „Listenhund-Optik“ glasklar besitzen, als Nicht-Listis vermitteln, nach Deutschland einführen und damit die jeweiligen Hunde einem großen Risiko aussetzen, später doch als Listenhund beschlagnahmt zu werden.
  • es Vermehrer/Händler/Hobbyzüchter gibt, die bewusst unter dem Deckmäntelchen einer anderen Rasse(mix)bezeichnung eigentliche Listenhunde vermehren, verkaufen, nach Deutschland einführen.

Das müssen wir einfach mal so raushauen, weil es die Erfahrungen sind, die wir im Rahmen unserer Vereinsarbeit immer wieder machen. Diese Realität führt naturgemäß zu einem großen Chaos, zu Verwirrung und zu gefährlichem Halbwissen. Und schützt nicht! Ein eigentlicher Listenhund, der in der Stadt X „durchs Raster fällt“ und amtlich abgesegnet als „Nicht-Listenhund“ durchgeht, kann in einer anderen Stadt Y, durchaus in den Fokus geraten und als Listenhund kassiert werden. Denn Gesetz ist Gesetz! Und auch, wenn die Vorschriften offenbar ins Leere laufen und sowieso völlig wahnsinnig sind … solange sie so bestehen, gelten sie! Es ist leider Recht!

Und so kommen wir zum größten Problem bzw. Bauchschmerzen bereitenden Trend derzeit… nämlich der Tatsache, dass die noch recht junge Rasse „American Bully“ als Mode- und Ausweichrasse immer öfter nach Deutschland eingeführt, hier gezüchtet, verkauft und gehalten wird. Immer wieder wird behauptet, dass der American Bully, in seinen sämtlichen Varianten, ja kein Listenhund sei. Dieser Rassename taucht schließlich namentlich auf keiner Liste auf. Kann auch nicht, da zum Zeitpunkt der Entstehung der Rasselisten (1992/2000) der American Bully in Deutschland auch noch völlig unbekannt war.

Nach aktueller Rechtslage schwebt jedoch über jedem American Bully, dem man seine Herkunft (Einkreuzung von American Pitbull Terrieren/American Staffordshire Terriern) eindeutig ansieht, das Risiko, als Listenhundkreuzung beschlagnahmt zu werden.

Glaubt ihr nicht?

Dann offenbaren wir euch jetzt zum Schluss, dass wir im Oktober 2018 sämtliche übergeordneten Landesbehörden aller Bundesländer zu der rechtlichen Einordnung des American Bullys im Kontext der bestehenden Rasselisten befragt haben. Wie immer, haben bloß die wenigsten Behörden geantwortet, allerdings können deren Antworten entsprechend auch auf andere Bundesländer, die die gleichen Regelungen zu Kreuzungen in ihren Gesetzen/Verordnungen haben (z.B. Brandenburg, Bremen, Rheinland-Pfalz), angewendet werden. Antworten  haben wir bekommen vom Bund, Hamburg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen:

Bund                                                                                                                            Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat

„…Zu der Hunderasse „American Bully“, die am 15. Juli 2013 vom United Kennel Club (UKC) anerkannt wurde, geht aus der Internetseite des UKC [ https://www.ukcdogs.com/american-bully – Stand: 2018-11-08] u.a. hervor, dass sich die „American Bully-Rasse“ als natürliche Erweiterung des American Pit Bull Terrier entwickelte. Die American Bully-Rasse wurde auf subtile Weise von der Infusion einiger anderer Rassen beeinflusst, darunter American Bulldog, English Bulldog und Olde English Bulldogge.
Hinsichtlich des Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetzes (HundVerbrEinfG) wird bestimmt, dass die vier Hunderassen Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier und Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden nicht in den Geltungsbereich des Bundesgebietes eingeführt oder verbracht werden dürfen. Hunde weiterer Rassen sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden, für die nach den Vorschriften des Landes, in dem der Hund ständig gehalten werden soll, eine Gefährlichkeit vermutet wird, dürfen aus dem Ausland nicht in dieses Land eingeführt oder verbracht werden. Die Einfuhr und das Verbringen von Hunden dieser Rassen unterliegen gem. § 2 HundVerbrEinfG einem strikten Verbot. Eine Zuwiderhandlung gegen dieses Verbot kann gem. § 5 HundVerbrEinfG mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden.
Zu dem Begriff der Kreuzung darf ich auf den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 22.12.2004 verweisen. Unter Bezugnahme auf das HundVerbrEinfG bedeutet dieser Beschluss, dass ein Hund unter das Einfuhr- und Verbringungsverbot fällt, wenn er einen Genanteil eines der vier Hunderassen aufweist. Die Höhe des Genanteils ist dabei ohne Belang. Es bleibt ein Verbot.
Da der UKC festgestellt hat, dasssich die „American Bully-Rasse“ als natürliche Erweiterung des American Pit Bull Terrier entwickelte, ist somit beim „American Bully“ von einem Genanteil eines der vier im HundVerbrEinfG aufgeführten Hunderassen auszugehen. Dies bedeutet, dass Hunde der Hunderasse „American Bully“ unter das HundVerbrEinfG fallen und daher grundsätzlich nicht in das Bundesgebiet eingeführt oder verbracht werden dürfen.
Im Übrigen führen die Länder die Bundesgesetze, in diesem Fall das HundVerbrEinfG, als eigene Angelegenheit aus.“

Hamburg                                                                                                                                          Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, Abteilung Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen

„…bezugnehmend auf Ihre E-Mail vom 22. Oktober 2018 kann ich Ihnen hinsichtlich der Frage der rechtlichen Einordnung der neuen Moderasse „American Bully“ mitteilen, dass insoweit das Hamburgische Hundegesetz (HundeG) in Hamburg Anwendung findet. Nach § 2 Abs. 1 HundeG wird bei American Pit Bull Terriern, American Staffordshire Terriern, Staffordshire Bullterriern und Bullterriern sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden die Eigenschaft als gefährlicher Hund stets vermutet. Das Halten gefährlicher Hunde ist grundsätzlich verboten (§ 14 Abs. 1 HundeG), es sei denn, es liegt die Erlaubnis der zuständigen Behörde vor (§ 14 Abs. 2 HundeG). Ebenso darf weder mit einem gefährlichen Hund i. S. d. § 2 HundeG gezüchtet werden, noch darf eine Verpaarung des Hundes mit anderen Hunden sowie der gewerbsmäßige Handel mit gefährlichen Hunden stattfinden (§ 21 HundeG). Sog. „American Bullys“ stammen aus der Verpaarung von American Pit Bull Terriern und American Staffordshire Terriern untereinander oder mit anderen Hunden und fallen daher als Kreuzungen in die Kategorie der gefährlichen Hunde nach § 2 Abs. 1 HundeG. Ansonsten liefe der Zweck der Vorschrift leer. Problematisch ist in diesem Zusammenhang die Einordnung des „American Bullys“, da dieser sich gerade nicht einer bestimmten Hunderasse zuordnen lässt, sondern vielmehr aus der Verpaarung der gefährlichen Hunde untereinander oder mit anderen Hunden stammt. Dies erfordert eine Durchführung der Rassezuordnung, die über Abstammungsnachweise und/oder das phänotypische Erscheinungsbild des Hundes zu erfolgen hat. Sind dabei in markanter und signifikanter Weise die Merkmale einer oder mehrerer der in § 2 Abs. 1 HundeG genannten Rassen gegeben, ist die Einordnung des Hundes als gefährlicher Hund i. S. d. § 2 Abs. 1 HundeG zu bejahen.“

Bayern                                                                                                                                     Ministerialrat – Bayerisches Staatsministerium des Innern und für Integration, Sachgebiet C2, Recht der öffentlichen Sicherheit u. Ordnung, Meldewesen

„…zu Ihrer Anfrage vom 22. Oktober 2018, hinsichtlich der rechtlichen Einordnung der Moderasse „American Bully“, können wir Ihnen für den Freistaat Bayern Folgendes mitteilen: Auch in unserem Haus liegen bereits Erkenntnisse zum Modetrend neuer Kreuzungsrassen vor, die darauf abzielen, die Vorschriften zu den bestehenden Rasselisten, zu umgehen. Neben dem American Bully in seinen verschiedenen Varianten treten auch andere neu hinzukommende Kreuzungsrassen, wie beispielsweise der Alauntbull, der Exotic Bully oder der Alba Bull auf, deren Aussehen durchaus unterschiedlich ausfällt. Bei diesen nicht anerkannten Rassen handelt es sich zumeist um Kreuzungsprodukte aus Rassen, die in den beiden Kategorien der Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit vom 10. Juli 1992 (Kampfhundeverordnung) geführt werden. Eine generelle Einstufung einer sehr uneinheitlichen, nicht anerkannten Rasse ist daher schwierig und muss immer im Einzelfall geklärt werden. Gehört ein Hund keiner anerkannten Rasse an, so muss er von einem Gutachter in den Bewertungskriterien Phänotyp, Wesen und Bewegungsablauf einer oder auch als Kreuzung mehrerer Rassen zugeordnet werden. Soweit die Elterntiere bekannt sind, ist es aus genetischen Gründen in der Regel nur sinnvoll, die Nachkommen bis zur F1-Generation als von der Kampfhundeverordnung erfasste Kreuzungen zu behandeln; nähere Ausführungen zum Verwaltungsvollzug beinhaltet die Nr. 37 der Vollzugsbekanntmachung (http://gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVwV96517-137). Sofern das jeweilige Gutachten zu dem Ergebnis führt, dass ein Hund der Kategorie I der Kampfhundeverordnung eingekreuzt ist, hat dies zur Folge, dass er der Erlaubnispflicht nach Art. 37 Abs. 1 Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LStVG) unterliegt. Die Sicherheitsbehörden sind angehalten, bei Zweifeln zu einem Gutachten das Veterinäramt zu beteiligen.“

Nordrhein-Westfalen                                                                                                                        Referat VI-6 (Rechtsangelegenheiten der Abteilung Verbraucherschutz) Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

„…Ich kann für das Land NRW Ihre Annahme bestätigen, dass der „American Bully“ hier bereits nach geltendem Recht nicht als eigenständige Hunderasse anerkannt wird, sondern als „Listenhundkreuzung“ gilt. Folglich gelten für diese Hunde die rechtlichen Restriktionen der §§ 4 ff LHundG NRW sowie das Verbringungs- und Importverbot gemäß Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetz. Gefährliche Hunde sind nach § 3 Absatz 2 LHundG NRW Hunde der Rassen Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden. Kreuzungen sind demgemäß Hunde, bei denen der Phänotyp einer der dort genannten Rassen deutlich hervortritt. In Zweifelsfällen hat die Halterin oder der Halter nachzuweisen, dass eine Kreuzung nicht vorliegt. Nach Berichten nachgeordneter Behörden ist bei in NRW vorgestellten „American Bully“-Hunden in aller Regel eine phänotypische Einstufung als Kreuzung einer § 3-Hunderasse erfolgt.“

Baden-Württemberg                                                                                                             Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg, Abteilung 3 – Landespolizeipräsidium, Referat 35 – Recht, Grundsatz und Öffentlichkeit

„…In Baden-Württemberg ist die Rasse „American Bully“ nicht in der Polizeiverordnung des Innenministeriums und des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über das Halten gefährlicher Hunde vom 03. August 2000 (PolVOgH) als Rasse genannt. Deshalb und aufgrund der fehlenden Anerkennung der Rasse durch den FCI werden die Hunde als Mischlinge behandelt. Eine Einstufung als Kreuzung i.S.d. § 1 Absatz 2 PolVOgH setzt eine behördliche Beurteilung des Hundes voraus, die anhand des Phänotyps des Hundes getroffen wird. Maßgebend ist, ob der Hund u.a. nach seinem äußeren Erscheinungsbild, seiner Körpergröße, seinem Gewicht und/oder seiner Beißkraft einem gelisteten Kampfhund vergleichbar ist. Hierbei müssen maßgebliche Merkmale des Rassestandards bzw. des Erscheinungsbildes der in der PolVOgH genannten Hunderassen bei einer Kreuzung signifikant in Erscheinung treten. Bei Zweifeln kann ein Gutachten erstellt werden. Sollte die Kampfhundeeigenschaft bejaht werden, kann der Halter durch entsprechende Nachweise darlegen, dass es sich bei seinem „American Bully“ nicht um eine Kreuzung i.S.v. § 1 Abs. 2 PolVOgH handelt. Zuchtpapiere von nicht FCI-anerkannten Rassen gelten grundsätzlich nicht als Nachweis. Aufgrund der unterschiedlichen Möglichkeit der Herkunft eines American Bully ist eine generelle Einstufung als Kampfhund nicht möglich. Wenngleich uns die Gefahr bekannt ist, dass durch die Züchtung neuer Rassen, wie bspw. dem American Bully, die für Kampfhunde strenge Reglementierung der PolVOgH umgangen werden können, fordern die rechtsstaatlichen Grundsätze der Bestimmtheit und Verhältnismäßigkeit eine restriktive Normenauslegung und Rechtsanwendung. Nur so kann eine konturen- und uferlose Anwendung der PolVOgH bei Kreuzungen vermieden werden.“

Hessen                                                                                                                 Landespolizeipräsidium Referat RechtHessisches Ministerium des Innern und für Sport

„…Bezug nehmend auf Ihre Mail vom 22.10.2018 teile ich Ihnen zur Problematik der Hunderasse „American Bully“ Folgendes mit: Bei der o.g. Rasse handelt es sich weder nach den Maßstäben des VdH e.V. noch nach FCI-Kriterien um eine anerkannte Hunderasse. Dies gilt sowohl für Deutschland als auch für andere Länder. Der „American Bully“ ist vielmehr ein sog. Hybridhund, über dessen Abstammung und Vorfahren die Meinungen jedoch weit auseinander gehen. Auf verschiedenen Internetseiten von Züchtern werden Zuchtziele beschrieben, die sehr allgemein gehalten sind. Als Zucht wird hingegen in der Biologie die kontrollierte Fortpflanzung mit dem Ziel der genetischen Umformung bezeichnet. Dabei sollen gewünschte Eigenschaften verstärkt und ungewünschte Eigenschaften unterdrückt werden. Um die Ziele zu erreichen, wird durch den Züchter oder die Züchterin zum Beispiel nach einer Leistungsprüfung eine Zuchtwertschätzung durchgeführt, um dann gezielt Individuen mit gewünschten Eigenschaften durch Selektion zu wählen und miteinander zu kreuzen oder zu verpaaren. In der Rassezucht folgt der Züchter allen Zuchtstandards (allgemeiner Standard, Fellstandards sowie Farb- und Zeichnungsstandards) und ist bestrebt, Tiere zu züchten, die diese Standards erfüllen. Rassezucht bedeutet, eine Rasse zu erhalten und zu fördern. Es soll dabei eine gesunde Rassepopulation gezüchtet werden, die die rassetypischen Merkmale zeigt. Dies erfordert strenge Zuchtausleseverfahren und die Reinzucht von Rassen. Kreuzungen verlangen entsprechende Sachkunde, müssen weitestgehend passend und die Ausnahme der Regel sein. Die in der Rassezucht zur Zucht eingesetzten Tiere sollen den Anforderungen der Zuchtstandards entsprechen. Ein Zuchtstandard, der für die Verwaltung nachvollziehbar und insofern überprüfbar wäre, wird für die Rasse „American Bully“ nun gerade nicht definiert. Dies verstärkt noch einmal die Vorgehensweise des Verordnungsgebers, nur Hunderassen der anerkannten Rassezuchtverbände zu akzeptieren. Denknotwendig sind daher Hunde, die nicht von einem durch den VdH e.V. anerkannten Zuchtverband gezüchtet wurden oder keinerlei anerkannten Abstammungsnachweis erbringen könnten, zumindest als Mischlinge bzw. Kreuzungen zu beurteilen und somit nach dem Phänotypus zu beurteilen. Dies bedeutet, dass Hunde, die als „American Bully“ bezeichnet werden, zunächst grundsätzlich als Mischlinge gelten. Diese müssen daher nach dem phänotypischen Erscheinungsbild bewertet werden. Maßgebend ist, ob der Hund u.a. nach seinem äußeren Erscheinungsbild, seiner Körpergröße, seinem Gewicht und/oder seiner Beißkraft einem Listenhund vergleichbar ist. Für die Rassebegutachtung besteht nach § 15 Abs. 2 HundeVO eine Mitwirkungspflicht des Hundehalters. Wird durch die Rassebegutachtung festgestellt, dass es sich um einen Listenhund-Mischling (aus den Rassen „American-Staffordshire-Terrier“, „American-Pitbull-Terrier“ oder „Staffordshire Bullterrier“ i.S.  § 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1-3 HundeVO) handelt, gilt ein Verbot der Einfuhr des Verbringens nach Deutschland gemäß § 2 Abs. 1 Satz 1 Hundeverbringungs- und Einfuhrbeschränkungsgesetz. Darüber hinaus besteht ein Verbot der Vermehrung, des Handels, des Erwerbs und der Abgabe nach § 13 HundeVO, sofern eine erforderliche Wesensprüfung nicht bestanden wurde. Hunde in einem Lebensalter unter 15 Monaten dürfen erworben und abgegeben werden, da die Wesensprüfung erst mit dem Erreichen des 15. Lebensmonats erforderlich ist.“

 

 

                                                                                                                                                

 

 

 

 

 

 

Es gibt keine Kampfhunde!

DOCH!!!

Wisst ihr, was die Debatte und Aufklärungsarbeit in Sachen Abschaffung von Rasselisten enorm erschwert und sachliche Diskussionen im Keim ersticken lässt?

a) Es wird behauptet (gerne von Politik, Presse und Leuten, die keine Ahnung haben), dass  bestimmte Rassen kraft Geburt Kampfhunde seien und daher aggressiv und gefährlich wären. Es wird kriminalisiert, stigmatisiert und diskriminiert.

b) Es wird behauptet (gerne von Listenhundhaltern und deren Freunde und Symphatisanten), dass es keine Kampfhunde gäbe. Zumindest keine Rasse Kampfhund. Ja, allerhöchstens nur Kampfschmuser und überhaupt sind sie alle lieb. Es wird verharmlost, verniedlicht, verleugnet.

Beides sind Extreme. Extreme Ansichten, die weit entfernt von Fakten und Realität sind, weil sie jeder sachlichen und realistischen Einschätzung der Gesamtthematik entbehren. Seit Jahrzehnten prallen diese Extreme aufeinander und verfestigen die Meinung des jeweils Andersdenkenden. Eine zielführende Debatte von Rasselistenbefürwortern und Rasselistengegnern kommt so nicht zustande. Wenn jemand sich des Wortes „Kampfhund“ bedient (erst mal egal, aus welchen Gründen das passiert) und dann ausschließlich darauf herumgeritten wird, dass es Kampfhunde ja gar nicht gibt… wie soll dann eine lösungsorientierte Strategie für eine bessere (= rasselistenlose) Hundegesetzgebung entstehen, wenn man bereits bei dieser Wortwahl-Diskussion hängen bleibt und sich die Fronten dadurch bloß verhärten?

Und nun mal die Fakten:

Kampfhunde sind per ursprünglicher Definition erst mal nur Hunde, die vom Menschen für (vorwiegend) Hundekämpfe ausgebildet und missbraucht werden.

Kampfhund ist daher nur ein Wort mit folgender Bedeutung: Hund, der kämpft.

Aus den historischen Kampfhunden haben sich im Laufe der Zeit Rassen gebildet, die vom Menschen züchterisch selektiert wurden. Unter „Kampfhunden“ oder „Kampfhundrassen“ werden daher überwiegend diejenigen Rassen definiert, die historisch betrachtet aus diesen Kampfhunden (Molosser/Mastiffs/Bulldogs/Bull and Terrier/Pit Bull) entstanden.

Und ja, es gibt Kampfhunde (leider)! Hundekämpfe werden verbotenerweise auf dem ganzen Planeten (auch in Deutschland) betrieben. Hierfür werden Hunde verschiedenster Rassen missbraucht, aber Pit, Staff & Co. stehen nach wie vor (eben wegen ihrer historischen Kampfhundvergangenheit) ganz weit oben auf der Liste der bevorzugten Hunde.

In einstiger Kampfhunddebatte und Medienhysterie (90er/2000er Jahre) hat dieses Wort „Kampfhund“ eine neue Definition erhalten. Seither versteht man unter Kampfhunden vorwiegend Hunde, die gefährlich und/oder aggressiv aufgefallen sind. Und ja, das ist  Stuss, wenn man die Historie und Kriterien einstiger „richtiger“ Kampfhunde kennt und weiß, wie menschenfreundlich diese Rassen gerade wegen ihrer Kampfvergangenheit sind, doch muss berücksichtigt werden, dass dieser Wortdefinitionswandel im kollektiven Gedächtnis unserer Gesellschaft vollzogen ist. Das ist natürlich nicht schön, da es die Sachlichkeit der ganzen „Kampfhunddebatte“ kompliziert macht. Da kann man noch so oft erwähnen, dass es Kampfhunde nicht gibt oder dass das keine Rasse ist… damit macht man sich leider nur unglaubwürdig in den Augen derer, die wissen oder zumindest ahnen, dass es Kampfhunde (sowie gefährliche Hunde) gibt. Die verstehen erst mal gar nicht, warum es keine Kampfhunde geben soll, es gibt doch unsere Hunde. Für Menschen, die es gar nicht böse meinen, sondern diesen Begriff verwenden, weil es der einzige ist, den sie für diese (unsere) Hunde kennen, ist es völlig abwegig und absurd, weil sie schlichtweg nicht wissen, worauf diese ja durchaus korrekte Aussage abzielt. Gemeint ist, dass Hund ein Hund ist und der Kampfhund erst durch die Hand des Menschen einer wird. Doch das weiß der Großteil der Bevölkerung nicht. Die breite Masse weiß, dass es Kampfhunde gibt und können mit den Begriffen „Rasselisten/ Listenhunde/ gefährliche Hunde“ in der Regel nichts anfangen. Das können die, die betroffen sind, oder sich sonst in irgendeiner Art und Weise mit dem Thema beschäftigt haben. Isso.

Ja, hier sind Medien an erster Stelle und Politik an zweiter Stelle zu nennen, die das mit dem Wort Kampfhund verbockt haben.

Die Medien benutzen dieses Wort, um Schlagzeilen zu generieren. Kampfhund löst halt Emotionen im Menschen aus…wegen dem enthaltenen Wort „Kampf“. Ganz einfach.

Die Politik hat es ähnlich gemacht. Sie benutzt dieses Wort, um irrationale Ängste zu schüren, um die Wählerstimmen von uninformierten Wählern einzufangen.

Das es im Laufe der Jahrzehnte dazu kam, dass kraft Gesetzes in den meisten Bundesländern gefährliche Hunde = Kampfhunde sind oder Kampfhundrassen = gefährliche Hunde oder Pit, Staff & Co. = Kampfhunde = gefährlich, finden wir auch bescheuert, aber es ist eben so passiert. Das wird sich auch nicht ändern, wenn man ins andere Extrem kippt und Leute, die so denken überzeugen möchte, indem man einfach verleugnet, es gäbe überhaupt keine Kampfhunde oder die stigmatisierten Rassen wären allesamt nur Schmuser, total lieb usw.

Es gibt gefährliche Pit, Staff & Co. – Fakt ist aber, dass die Gefährlichkeit nicht die Rasse macht, sondern Hunde solch komplexe Lebewesen sind, dass – wie bei uns Menschen – mehrere Faktoren neben Genetik eine Rolle spielen.

Und weil das so ist und wissenschaftlich durch zahlreiche Studien belegt wurde, kämpfen wir für unsere Hunde, damit Rasselisten endlich aus den Gesetzen, Verordnungen und Satzungen verschwinden und gegen Hundekämpfe mit allen Mitteln vorgegangen wird!

Aber man muss die Leute dort abholen, wo sie stehen und sie stehen unwissend erst mal dort, wo es heißt:

Kampfhund.

Kampfhund.

Kampfhund.

Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung von DOGnews – Die Seite

 

 

 

 

 

Listis aus dem Ausland – Über das HundVerbrEinfG und den fauchenden Papiertiger

Mit dem Pitbull über Deutschlands Grenzen…

Seit fast 20 Jahren ist das nicht mehr erlaubt und sogar unter Freiheitsstrafe gestellt, und doch kommt es in Zeiten der illegalen Welpenhändler, der sogenannten „Hunde-Mafia“, massenhaft vor, da sich der Listenhund in zahlreichen, kreativen Bezeichnungen von Designer- bzw. Fantasierassen versteckt, Hundekäufer unwissend und/oder naiv sind, Hundehändler/Vermehrer dreist sind ohne Ende und „Papiere“ nicht das (ent)halten, was sie sollten, nämlich die Wahrheit in Schwarz-Weiß.

Die Situation von illegal angeschafften Listenhunden aus dem Ausland wird schlimmer, wie auch der Support von unseriösen Vermehrern und Welpenhändlern generell wächst und gedeiht. Das sind harte Fakten. Und als wäre es nicht schon schlimm genug, dass massenhaft, oft kranke Welpen aller Rassen aus dem Ausland über Kleinanzeigenportale verscherbelt werden, gibt es noch das HundeVerbrEinfG, welches am 12. April 2018 seinen 17. Geburtstag feiert.

Was sich so anhört wie ein Wortdurchfall, ist die Abkürzung für das Gesetz zur Beschränkung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland.

Weiterlesen „Listis aus dem Ausland – Über das HundVerbrEinfG und den fauchenden Papiertiger“

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